Merinowolle - der Allrounder

Heutzutage ist die Merinowolle als Material zur Herstellung von Funktionsbekleidung nicht mehr wegzudenken. Vor allem im Outdoor-Bereich hat die Schurwolle des Merinoschafs in den letzten Jahren immer mehr an Bedeutung gewonnen. Kein Wunder - denn als natürlich nachwachsender, biologisch abbaubarer Rohstoff kann sich die Wolle in Sachen Nachhaltigkeit gegen die konventionelle Kunstfaser durchsetzen. Auch die zahlreichen positiven Eigenschaften, die die Merinofaser von Natur aus mit sich bringt, machen sie zu einem echten Allround-Talent.

Das Merinoschaf macht's vor

Der Ursprung der Merinowolle geht bis weit ins frühe Mittelalter zurück. Zunächst waren die Merinoschafe in Nordafrika angesiedelt, später auch in Spanien. Aufgrund des hohen Ertrags der Wolle durften die Tiere bis zum 18. Jahrhundert ausschließlich in Spanien gezüchtet werden, später wurden sie vor allem nach Australien, Neuseeland und Südamerika exportiert, wo sie bis heute in großen Herden leben. Dementsprechend hat sich besonders Ozeanien als Kontinent zum größten "Merino-Wool"-Exporteur entwickelt.

Extreme Temperaturschwankungen spielen in diesen Gebieten eine große Rolle. Das Fell des Merinoschafs hat sich daher an die extremen Wetterbedingungen - die von Minus 15 °C im Winter bis plus 30 °C im Sommer reichen - angepasst. Durch seine einzigartige Fellstruktur, bestehend aus besonders feinen, leichten und vor allem atmungsaktiven Wollfasern, wird das Merinoschaf im Sommer vor Hitze und UV-Strahlung geschützt, im Winter wiederum durch ein dickes Wollkleid gewärmt. Diese besondere Eigenschaft macht sich der Mensch zunutze.

Gut geschützt durch Winter und Sommer

Wolle wärmt - das dürfte Ihnen bekannt sein. Die wärmende Funktion der Merinowolle ist im Gegensatz zur herkömmlichen Wolle jedoch um ein Vielfaches ausgeprägter. Grund dafür ist die besagte Fellstruktur der Merinoschafe: Zwischen den feinen Fasern, die nur halb so dick sind wie die Fasern herkömmlicher Schafswolle, bilden sich kleine Kammern. Diese Kammern können bis zu 85 % Luft speichern. Da Luft die Eigenschaft hat, Wärme sehr schlecht zu leiten, wird unsere Körperwärme somit in den Luftkammern eingeschlossen und gelangt nicht nach außen.

Eine weitere positive Eigenschaft der Merinowolle, die vor allem bei schweißtreibenden Arbeiten von Vorteil sein kann, ist die Feuchtigkeitsregulierung. Die Wolle vom Merinoschaf kann bis zu 35 % ihres Eigengewichts speichern. Selbst, wenn sie stark schwitzen, wird die Feuchtigkeit also aufgenommen, ohne dass sich Ihre Kleidung klamm anfühlt. Die Aufnahme der Feuchtigkeit wärmt durch die dabei entstehende exotherme Reaktion sogar extra.

Was viele nicht wissen, ist, dass sich Merinowolle an die Außen - und an die Körpertemperatur des Menschen anpasst. Sie stellt also nicht nur in der kalten Jahreszeit eine gute Ergänzung zur (Arbeits)bekleidung dar. Die angesprochene Isolationswirkung kommt auch im Sommer gleichermaßen zum Tragen. Warme Außentemperaturen sorgen dafür, dass die gespeicherte Feuchtigkeit schnell verdunstet. Durch diesen Vorgang entsteht die sogenannte Verdunstungskälte, die für ein angenehm kühlendes Klima auf Ihrer Haut sorgt. Noch dazu schützt die Wolle vom Merinoschaf vor Sonneneinstrahlung. Der Lichtschutzfaktor liegt bei ca. 30 bis 50. Das ist drei- bis fünfmal so hoch wie bei einem herkömmlichen Baumwollshirt.

Angenehmer Tragekomfort - Angenehmer Geruch

Der Wohlfühlfaktor beim Arbeiten ist essenziell. Einige greifen bei der Wahl ihrer Bekleidung daher vorwiegend auf synthetische Stoffe zurück und scheuen sich möglicherweise genau aus besagtem Wohlfühl-Grund davor, Kleidung aus Wolle zu kaufen, denn: Wolle kratzt. Eigentlich! Merinowolle stellt hier die Ausnahme dar. Wiedermal sind es die feinen Fasern, die dafür sorgen, dass Merinowoll-Kleidung besonders weich auf der Haut ist und garantiert nicht kratzt. Die Wollfasern konventioneller Schafswolle sind, wie schon erwähnt, doppelt so dick wie die des Merinoschafs. Diese starre Struktur sorgt dafür, dass sich die einzelnen Wollfasern kaum biegen und somit "pieksen". Je feiner die Faser ist, desto intensiver krümmt sie sich. Die Merinowolle liegt somit viel flacher auf der Haut. Eine Reizung kommt hier also nicht zustande.

Auch die Geruchsbildung ist ein Aspekt, der beim Arbeiten als störend empfunden werden kann. Merinofasern sind von Natur aus antibakteriell und sorgen dafür, dass Ihre Kleidung auch nach mehrmaligen Tragen nicht unangenehm riecht. Die schuppige Oberfläche der Wollfasern sorgt dafür, dass sich die Bakterien, die für den Geruch des Schweißes verantwortlich sind, schwer in der Kleidung festsetzen können. Die schnelle Feuchtigkeitsaufnahme der Merinofaser macht es den Bakterien, die feuchten Nährboden zum Überleben brauchen, außerdem nahezu unmöglich, sich zu verbreiten.

Merinowoll-Kleidung in allen möglichen Variationen

Ob Merino-Unterwäsche, Merino-Shirts oder Merino-Socken: die einzigartige Schafswolle kommt in jeglichen Variationen. In unserem Online-Shop finden Sie sowohl Merinowoll-Kleidung für warme als auch für kalte Tage. Das Merino-Shirt kurzarm in der Kurzarm-Variante sowie das Merino Air Soft Shirt eignet sich beispielsweise im Sommer ideal als Oberbekleidung; im Winter kann die Merino-Shirt langarm in der Langarm-Variante als wärmender, feuchtigkeitsabweisender Base-Layer getragen werden. Die Merino-Hosen können fantastisch unter Schnittschutzhosen, Nachsuche­hosen oder Freischneiderhosen getragen werden, um den Wohlfühlfaktor zu erhöhen oder um ganz einfach die Oberschenkel an langen Arbeitstagen warmzuhalten. Auch kalten Füßen - beispielsweise auf der Jagd - wird durch die Merinowolle-Socken von Pfanner in unserem Shop der Kampf angesagt. Überzeugen Sie sich selbst und stöbern Sie durch unser Sortiment an Produkten mit Merinowolle.

Bei Fragen oder für weitere Informationen zu den Produkten stehen wir Ihnen selbstverständlich gerne mit unserem Fachwissen und langjährigen Erfahrung beratend zur Seite. Kontaktieren Sie uns ganz unverbindlich per E-Mail, wir beraten Sie gerne.

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